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Cannobio

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Cannobio verbindet einen historischen Ortskern und eine lange Uferfront mit dem Cannobino-Tal, das vom nördlichen Westufer rasch in die Berge führt.

Kurzfakten zu Cannobio

  • Cannobio liegt am oberen Westufer des Lago Maggiore nahe der Schweizer Grenze.
  • In Traffiume hat der Cannobino-Bach die Schlucht Orrido di Sant’Anna eingeschnitten.
  • Eine mittelalterliche Fußgängerbrücke aus dem 12. Jahrhundert und eine Straßenbrücke aus dem 19. Jahrhundert überspannen die Schlucht.

Altstadt und Promenade von Cannobio

Schon im Mittelalter war durch den Handel das römische "Cannobium" eine wohlhabende Stadt. Der Reichtum des Mittelalters ist auch heute noch im historischen Kern um das gotische Rathaus aus dem Ende des 13. Jahrhunderts sichtbar. Das gotische Rathaus wird flankiert vom schönen romanischen Turm der Pfarrkirche San Vittore. Die untere Stadt am Seeufer kann man über schmale Gassen, Bogengänge und Treppen erreichen. Cannobio ist auf dem Schwemmkegel des Cannobino errichtet. Oberhalb des Schwemmkegels verläuft die Durchgangsstraße, wodurch die lange und breite Uferpromenade mit ihren Patrizier-Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert ein markantes Seepanorama für den Besucher bietet. Dies tun auch die zahlreichen Restaurants und Cafés unter den Arkaden der Häuserzeile. An der Seefront steht das Santuario della Santissima Pietà. Der Bau entstand zwischen 1575 und 1614; im 17. Jahrhundert kamen Stuck, Fresken und Gemälde hinzu. Die Wallfahrtstradition geht auf Berichte zurück, nach denen das Pergamentbild der Pietà im Januar und Februar 1522 blutete. Die Altartafel „Salita al Calvario“ von Gaudenzio Ferrari ist das zentrale Kunstwerk des Santuario della Santissima Pietà.

Unter der Altartafel wird das kleine Pergamentbild der Pietà aufbewahrt, um das sich Cannobios Wallfahrtsgeschichte von 1522 dreht. Cannobio liegt am oberen Westufer des Lago Maggiore, wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Südlich folgen am selben Ufer Orte wie Ghiffa; am Schweizer Ufer liegt Ascona.

Wenn sich die Uferpromenade in einen großen Markt verwandelt, wird Sonntag für Sonntag der Charakter der alten Handelsstadt immer wieder neu lebendig. Auf diesem Markt kann man alles Mögliche erwerben: Spielzeug, Kleidung, Haushalts- und Lederwaren, Käse und Wurstwaren, sowie Obst und Gemüse.

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Schlucht des Cannobino bei Traffiume

In Traffiume hat der Cannobino-Bach die Felswände zur Orrido di Sant’Anna eingeschnitten. Zwei Brücken überqueren die Schlucht: die mittelalterliche Fußgängerbrücke aus dem 12. Jahrhundert und eine Straßenbrücke aus dem 19. Jahrhundert. Die nahe Kirche Sant’Anna stammt aus dem Jahr 1638; ein Rad- und Fußweg folgt dem Fluss in Richtung Mündung. Damit verbindet die Schlucht Cannobios Ortsgeschichte mit einem eigenständigen Naturziel im Hinterland.

Cannobio verbindet eine dicht bebaute Altstadt mit einer langen Uferfront am oberen Westufer. Vom Wasser führen schmale Straßen in den historischen Kern; Sakralbauten und Palazzi machen die lokale Geschichte auch abseits der Promenade sichtbar. Der Cannobino bringt eine zweite Landschaftsebene ins Ortsbild: Sein Tal beginnt nahe dem See und steigt rasch in eine bewaldete Bergregion an. Dadurch lassen sich Stadtspaziergang und kurze Fahrten ins Hinterland gut als unterschiedliche Tagesabschnitte planen.

Das Val Cannobina führt von Cannobio in eine Folge kleiner Berggemeinden, während Cannero Riviera am Seeufer südlich davon einen eigenen Ortskern besitzt. Westlich im Hinterland bildet Santa Maria Maggiore und das Valle Vigezzo einen anderen Talraum, der über Domodossola erschlossen wird. Die Unterschiede sind für die Routenwahl hilfreich: Cannobio eignet sich als Ausgangspunkt zwischen Seepromenade, Flusstal und nördlichem Ufer.

Häufige Fragen zu Cannobio

Wo liegt die Orrido di Sant’Anna?

Die Schlucht befindet sich in Traffiume an der Via Sant’Anna, wenige Kilometer im Hinterland von Cannobio.

Wie ist der Zugang zur Schlucht beschaffen?

Ein Rad- und Fußweg folgt dem Fluss; der Zugang enthält Treppen und unebenen, teils unbefestigten Boden.