Val Cannobina
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Die Valle Cannobina führt vom Seeort Cannobio in ein enges Bergtal. Verstreute Dörfer und historische Verbindungswege prägen den Übergang zur Valle Vigezzo.
Kurzfakten zur Valle Cannobina
- Der Cannobino durchfließt das Tal im Hinterland von Cannobio.
- Gurro ist eine eigenständige Gemeinde; Lunecco ist Sitz der Gemeinde Valle Cannobina.
- Die Via Borromea verbindet Dörfer des Tals mit Cannobio und Re in der Valle Vigezzo.
Bergdörfer und Wege im Cannobina-Tal
Sehr reizvoll ist auch das Umland von Cannobio. Durch die enge Schlucht des Orrido di Sant' Anna fließt der Cannobino nahe Cannobio. Immer wieder hat man bei einer Fahrt durch das Val Cannobina die pittoreske Perspektive auf die vielen kleinen abgeschiedenen Dörfer mit ihren historischen Kirchen, die an den Felsen zu pappen scheinen, auf den tief in die Felsen eingegrabenen Fluss, auf die wilde Berglandschaft und natürlich auf den Lago Maggiore. Besonders anspruchsvoll ist vor allem für Motorradfahrer beziehungsweise Biker die Fahrt durch das Val Cannobina aufgrund der engen und kurvenreichen Strecke. Zu den kleinen Dörfchen im südlichen beziehungsweise nördlichen Val Cannobina führen Sträßchen, die noch kurvenreicher und kleiner sind. Falmenta zeigt mit seinen restaurierten Häusern eine gut erkennbare historische Dorfstruktur.
Bei Finero öffnet sich die Straße aus dem Cannobinatal zum Übergang in die Valle Vigezzo. Auf die Straße von Locarno durch das Centovalli Tal trifft man bei Malesco. Außerdem trifft man dort auf die Bahnstrecke der berühmten Centovalli-Bahn, die schmalspurig von Locarno nach Domodossola führt. Santa Maria Maggiore ist ein markanter Ort im Hochtal Valle Vigezzo. Ein alter Bahnwagen, der einem alten Straßenbahnwagen gleicht, ist am Bahnhof der Centovalli-Bahn platziert. Auch ein kurzer Abstecher nach Re lohnt sich: Hier findet man in dem bekannten Wallfahrtsort die großartige Wallfahrtskirche, die den ganzen Ort beherrscht.
Ausflüge und Wege in Val Cannobina
Gurro ist eine eigenständige Gemeinde im Talraum der Valle Cannobina. Das Museo Etnografico di Gurro bewahrt Gegenstände und Überlieferungen zu Kleidung, Handwerk und bäuerlichem Leben in den Bergdörfern. Der Ort liegt nahe historischer Wege wie der Strada Borromea, die Cannobio mit der Valle Vigezzo verbindet. Lunecco ist Sitz der seit 2019 vereinigten Gemeinde Valle Cannobina.
Die verstreuten Bergdörfer der Valle Cannobina liegen an Hängen und auf kleinen Terrassen über dem Cannobino. Kirchen und alte Ortskerne zeigen, wie die Siedlungen den engen Talraum nutzen. Die Strada Borromea ist eine historische Maultierroute durch die Berglandschaft. Der heilige Karl Borromäus besuchte das Tal 1574; die Route erhielt später seinen Namen. Die ersten schriftlichen Nachrichten über Gurro stammen aus dem 14. Jahrhundert; 1837 wurden dort römische Funde in einer Nekropole entdeckt. Diese Funde reichen zeitlich weiter zurück als die schriftlichen Ortsnachrichten.
Bei Cannobio mündet der Cannobino in den Lago Maggiore. Die Straße führt von dort durch die verstreuten Dörfer und weiter über Finero zur Valle Vigezzo; das Tal liegt im piemontesischen Westufer und Hinterland.
Häufige Fragen zur Valle Cannobina
Welche Zugangsbedingungen gelten für das ethnografische Museum in Gurro?
Der Eingang hat Stufen. Die Zufahrtsstraße ist für Reisebusse ungeeignet; das Museum ist nicht barrierefrei.