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Valle Vigezzo

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Die Valle Vigezzo verbindet das Ossola mit dem Schweizer Centovalli. Bahnstationen, Kunstsammlungen und ein Museum zur Kaminfegergeschichte geben den Dörfern jeweils ein eigenes Gesicht.

Kurzfakten zur Valle Vigezzo

  • Das Tal liegt zwischen Domodossola und dem Schweizer Centovalli.
  • Die Vigezzina-Centovalli bedient unter anderem Druogno, Santa Maria Maggiore, Malesco und Re.
  • Santa Maria Maggiore beherbergt die Pinakothek Rossetti Valentini und das Museo dello Spazzacamino.
  • Die Valle Vigezzo umfasst sieben Gemeinden.

Bahnorte zwischen Domodossola und Locarno

Die Schmalspurbahn führt von Domodossola durch das Tal und über die Schweizer Grenze weiter nach Locarno. Druogno, Santa Maria Maggiore, Malesco und Re liegen an der Strecke. Damit lassen sich die Dörfer als einzelne Ziele ansteuern, statt das Tal nur als Durchgang zwischen zwei Städten zu erleben. Die Bahnrichtung ist dabei eindeutig: Von den italienischen Talorten geht es westwärts nach Domodossola und ostwärts über Re und das Centovalli nach Locarno. Die genaue Verbindung hängt vom Fahrplan ab.

Die Talorte liegen im piemontesischen Hinterland, nordwestlich des Lago Maggiore. Der Melezzo durchzieht das Hochtal; westlich öffnet es sich zum Ossola, östlich verläuft die Grenze zum Schweizer Centovalli. Für einen Ausflug bildet die Bahn eine Orientierung zwischen den Orten, während die Ziele selbst jeweils im Dorfkern liegen.

Malerei und Kaminfegergeschichte in Santa Maria Maggiore

Santa Maria Maggiore verbindet zwei unterschiedliche Kapitel der lokalen Geschichte. Die Kunstschule Rossetti Valentini bewahrt die Malereitradition, für die das Tal als „Valle dei Pittori“ bekannt ist. In der Pinakothek sind Werke vom mittleren 18. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts versammelt; Porträts und Landschaften prägen die Sammlung. So wird sichtbar, wie Künstler aus dem Tal Motive und Lebenswelten ihrer Umgebung festhielten.

Das Museo dello Spazzacamino widmet sich der Auswanderung von Vigezzinern, die als Kaminfeger außerhalb ihrer Heimat arbeiteten. Die Ausstellung umfasst Werkzeuge, Kleidung, Schuhe, Gemälde und persönliche Erinnerungsstücke. Sie zeigt eine Arbeitsmigration, die Familien und Dörfer über Generationen mit Städten jenseits des Tals verband. Im oberen Bereich führt ein multisensorischer Rundgang in eine nachgebildete horizontale Esse; Audioguide und Arbeitsgeräusche machen den engen Arbeitsplatz nachvollziehbar. Das Museo dello Spazzacamino liegt im Park der Villa Antonia, in einem ehemaligen Kutschengebäude, das vom Rathaus getrennt ist.

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Re und die Dörfer des Tals

Am östlichen Ende des italienischen Talabschnitts liegt Re. Das Santuario della Madonna del Sangue macht den Ort zu einem Wallfahrtsziel; die Kirche ist ein markanter Gegenpol zu den Kunst- und Arbeitsmuseen in Santa Maria Maggiore. Die Verbindung der Orte erschließt sich am besten über ihre unterschiedlichen Funktionen: Re steht für die Wallfahrt, Santa Maria Maggiore für Malerei und Kaminfegergeschichte, während kleinere Dörfer den Alltag im Tal zeigen.

Im piemontesischen Westufer und Hinterland liegt die Valle Vigezzo als eigener Seitenraum zwischen Seegebiet und Ossola. Die Ortsfolge an der Bahn hilft, einen Besuch nach Interessen zu ordnen: ein Museumsbesuch in Santa Maria Maggiore, ein Halt am Santuario in Re oder eine Fahrt durch mehrere Talstationen.

Häufige Fragen zur Valle Vigezzo

Wann treffen sich Kaminfeger aus verschiedenen Ländern in Santa Maria Maggiore?

Das Internationale Kaminfegertreffen findet jedes Jahr am ersten Septemberwochenende statt. Eine Museumsvitrine zeigt Geschenke der Teilnehmenden, darunter historische Ofenobjekte und Schilder von Geschäften, die Vigezziner Kaminfeger in den Niederlanden und Deutschland eröffneten.

Was erfahren Kinder im Kaminfegermuseum?

Der multisensorische Rundgang führt durch einen waagerechten Rauchfang und lässt Geräusche von Bürste und Schaber hören. Er macht die Armut der als Kinder ausgewanderten Kaminfeger ebenso anschaulich wie den späteren Wohlstand mancher Familien.