Zum Inhalt

Isola Bella: Palazzo und Garten

Isola Bella ist eine der Borromäischen Inseln im Lago Maggiore. Ihr Palazzo Borromeo und die terrassierten Gärten formen eine zusammenhängende barocke Anlage, die vom See aus die Silhouette eines Schiffes erkennen lässt. Der Besuch verbindet repräsentative Innenräume, sechs mit Muscheln und Stein ausgestaltete Grotten sowie Gartenebenen mit Skulpturen und Ausblicken.

Kurzfakten zu Isola Bella

  • Die Insel liegt im Borromäischen Golf vor Stresa.
  • Die Borromeo-Familie begann im 17. Jahrhundert, die ehemals felsige Insel umzugestalten.
  • Der Palazzo und die terrassierten Gärten bilden gemeinsam das Hauptziel des Besuchs.
  • Im Palazzo liegen sechs marineartig ausgestaltete Grotten am Wasserspiegel.
  • Der Teatro Massimo und die Gartenstufen bilden die markante Südseite der Insel.

Von einer Felseninsel zur barocken Residenz

Die Familie Borromeo formte die ehemals felsige Insel über Jahrhunderte architektonisch. Der Betreiber nennt Giulio Cesare III und Carlo III als frühe Gestalter; Vitaliano VI gilt als die zentrale Figur der weiteren Ausformung. Der Name erinnert an Isabella d’Adda, die Frau Carlo III. Im 17. Jahrhundert wurde die Insel mit einem Palazzo, Gartenanlagen und Wegen für die repräsentative Nutzung ausgestattet.

Die Gestalt wirkt vom Ufer und vom Wasser aus wie ein Schiff. Im Süden steigen die Gartenterrassen und der Teatro Massimo wie ein Bug auf; Palazzo und Anleger bilden im Norden das Heck. Mehrere Terrassen, Treppen und Sichtachsen gliedern den Gartenrundgang. Statuen, Balustraden und Nischen führen den Blick von den niedrigen Ebenen zur erhöhten Gartenkrone.

Palazzo Borromeo und die sechs Grotten

Im Palazzo stehen historische Sammlungen und ausgestattete Räume im Mittelpunkt. Die Galleria Berthier umfasst nach Betreiberangabe mehr als 130 Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter Kopien bedeutender europäischer Werke und Originale lombardischer Renaissancekünstler. Der Salone Nuovo bildet mit seiner Kuppel und den vergoldeten Stuckdetails einen weiteren repräsentativen Innenraum. Die Bezüge zu den Borromeo-Wappen und zum Familienmotto verbinden Ausstattung und Familiengeschichte.

Am unteren Niveau liegen sechs Grotten, deren Wände, Böden und Decken mit Kieseln, Muscheln, Marmor und vulkanischem Gestein gestaltet wurden. Büsten, Vasen und dekorative Nischen machen die Grotten zu bewusst inszenierten Innenräumen. Der Betreiber hebt außerdem ihre kühlere Atmosphäre im Sommer hervor. Sie bilden einen eigenen Abschnitt der Besichtigung und führen in den Gartenbereich weiter. Die historischen Räume und Grotten unterscheiden sich in Funktion und Wirkung: Hier die repräsentative Sammlung, dort die künstliche, maritim gedachte Felswelt.

Anzeige

Terrassengarten und Besuchsablauf

Der terrassierte Garten bildet das Gegenstück zum Palazzo. Über den niedriger gelegenen Gartenabschnitten erhebt sich die italienisch-barocke Anlage mit Nischen, Statuen und Blick auf den See. Auf der höchsten Ebene steht das Borromeo-Einhorn als Wappensymbol. Durch den Höhenaufbau wechseln sich nahe Details wie Skulpturen und Beete mit weiten Aussichten auf den Lago Maggiore ab. Die Inselbesichtigung erschließt daher gleichermaßen Innenräume, Gartenkunst und die Landschaft des Golfs.

Das Inselziel liegt vor Stresa und lässt sich mit der Übersicht der Borromäischen Inseln vergleichen. Der Unterschied zu Isola Madre liegt besonders im barocken Residenzensemble gegenüber dem botanischen Garten; Isola dei Pescatori ergänzt den Vergleich als bewohnter Ort.

FAQ zu Isola Bella

Wann erhielt die Anlage ihre heutige Gestalt?

Der Betreiber datiert die Vollendung der heutigen Gestalt auf 1948. Dazu zählt die Fertigstellung des Salone Nuovo im Palazzo sowie weitere gestalterische Ergänzungen.